Aktuelles aus dem Bezirksverband
Alle Neuigkeiten und Berichte gibt es auch jeden Monat in unserer Mitgliederzeitschrift MitteNmang!
Pflanzliche Ernährung stärken – in der Linken und in Hamburg!
Die Produktion von Tiernahrung erhöht massiv den Flächen- und Ressourcenverbrauch und fördert nicht nur Zerstörung von Klima- und Umwelt, sondern auch Artensterben und den globalen Hunger. Tierische Produkte verursachen in ihrer Herstellung hohe schädliche Emissionen und werden oftmals unter unwürdigen Lebensbedingungen für die Tiere hergestellt.
Ausbeuterische Praktiken und kapitalistische Produktionsweisen müssen systemisch überwunden werden. Das kann nicht nur durch Kritik am individuellen Konsumverhalten erreicht werden, da diese die systemische Verantwortung auf den*die Einzelne*n abwälzt, von der Überwindung des Wirtschaftssystems im Ganzen ablenkt und außer Acht lässt, dass viele Menschen durch ihre ökonomische Situation und die angebotenen Produkte wenig Wahlfreiheit in der Gestaltung ihres Konsums haben.
Gleichwohl sprechen viele politische Argumente in der aktuellen Situation in Deutschland für eine rein pflanzliche Ernährung. Als Linke Hamburg-Mitte wollen wir diese Argumente stärken und mit positivem Beispiel voran gehen. Darüber hinaus wollen wir auch Nahrungsmittel aus biologischem Anbau fördern. Diese reduziert die Ausbeutung von Tieren und Natur und schont so Klima, Umwelt und Gesundheit.
Aus diesen Gründen beschließt Die Linke Hamburg-Mitte:
- Der Bezirksvorstand finanziert, dass bei parteiinternen Veranstaltungen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel.
Der Bezirksvorstand finanziert auch für öffentliche Veranstaltungen - wie z.B. in Wahlkämpfen oder bei Stadtteilfesten - vorrangig solche Lebensmittel. Falls tierische Speisen angeboten werden, werden ausschließlich solche aus biologischer Tierhaltung (nach EU Öko-Verordnung 2018/848) finanziert.
Außerdem fordert Die Linke Hamburg-Mitte:- die Einrichtung städtischer Kiez-Kantinen in Hamburg-Mitte, in der Menschen zu günstigen Preisen gesund und pflanzlich essen können.
- abwechslungsreiche pflanzliche Angebote aus biologischer Landwirtschaft in den städtischen Einrichtungen der Stadt Hamburg.
- an allen Hamburger Schulen Kochkurse anzubieten, in denen Kinder lernen frisch, gesund und auch pflanzlich zu kochen.
- die Entkriminalisierung des sogenannten Containerns von Lebensmitteln.
- pflanzliche Ersatzprodukte als Grundnahrungsmittel anzuerkennen.
- ein einheitliches Label für Nahrungsmittel, das Klima, Umwelt, Tierschutz, Gesundheit und soziale Aspekte berücksichtigt.
- ein deutschlandweites Verbot von Massentierhaltung.
